Die Geschichte der Trinkwasserhygiene reicht mehrere Tausend Jahre in die Vergangenheit, ihre Bedeutung für die moderne Welt wurde aber spätestens mit den Cholera-Epidemien Ende des 19. Jahrhunderts ersichtlich. Während die damaligen medizinischen und technologischen Möglichkeiten (etwa in London im Jahr 1854 oder in Hamburg im Jahr 1892) heute trivial erscheinen, sind die Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Trinkwasserhygiene in Deutschland wesentlich komplexer.
Für das kommende Jahr ist mit SHAPTH etwa ein weiterer Meilenstein geplant, der die Kommunikation aller beteiligter Unternehmen und Ämter über Ländergrenzen hinweg harmonisieren und dadurch vereinfachen soll.
SHAPTH steht dabei, wie das Akronym ausgeschrieben schon andeutet, für zweierlei Dinge: Einerseits die Schnittstellenharmonisierung für den Datenaustausch und andererseits eine zentrale Austauschplattform, die die Einhaltung der Datenstruktur sicherstellen soll.
Die Schnittstellenharmonisierung
Die Schnittstellenharmonisierung beruht auf dem XWasser-Standard, einem bundesweit einheitlichen Datenaustauschstandard zur Trinkwasserhygiene im XML-Format. Dieser wurde am 8.7.2026 in der Version 1.0 veröffentlicht und soll weitere bestehende, aber uneinheitliche und nicht kompatible Standards (Octoware, TEIS, LABDÜS, …) ersetzen. Im Produktivsystem wird diese Version ab dem 1. November eingesetzt werden, also noch 2 Monate vor dem geplanten Rollout von SHAPTH.
Die Austauschplattform
Der Austausch der Trinkwasserhygienedaten soll zukünftig über eine neue, zentrale Plattform erfolgen. Dieser Ansatz möchte garantieren, dass Daten nur bereinigt und dem Standard entsprechend angeboten und entgegengenommen werden. Betreiber, Untersuchungsämter und Landesbehörden tauschen also nicht mehr unter sich Daten aus, die etwa falsch formatiert sein können oder aktualisiert werden müssen, sondern greifen über die Schnittstelle direkt auf die SHAPTH-Plattform zu. Auch der Austausch mit anderen Bundesländern wird so deutlich vereinfacht, da Daten nicht mehr zwischen länderspezifischen Standards konvertiert werden müssen – so entfällt eine weitere Fehlerquelle komplett.
Die Herausforderung
Die Versprechen von SHAPTH sind groß, aber besonders auf die zugelassenen Untersuchungsstellen kommt auch ein gewisser Aufwand zu: So müssen Stammdaten im LIMS auf die neue Datenstruktur von XWasser gemappt werden und das LIMS selbst muss für den Austausch mit der neuen SHAPTH-Plattform um eine Schnittstelle erweitert werden.
Das LIVO Technologies LABbase LIMS ist auf diese Herausforderungen vorbereitet und kann schon jetzt mit der Austauschplattform kommunizieren. Ein definierter Workflow erlaubt es außerdem, Stammdaten recht komfortabel in das XWasser-Format zu überführen.
Was Sie als Untersuchungsamt jetzt tun müssen
- Ihr LIMS um SHAPTH-Schnittstelle erweitern
- Stammdaten kovertieren
- Stressfrei bleiben!
Wir unterstützen Sie gerne dabei! Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.